"Die Arbeit im Weingarten erspart mir den Nervenarzt!"

Rudi Schrey, Winzer

Löss ist vor allem durch hohe Konzentration von kalkreichem Schluff charakterisiert, eine Korngrößenfraktion des Bodens zwischen Sand und Ton, die vom Winde bevorzugt verlagert werden kann. Im Mineralbestand von Löss dominieren Quarz, Feldspat, Glimmer, Tonminerale und Calcit (Kalk). Eisenoxide färben den Löss gelblich-braun.

Die Ralais wird zwar als Subriede innerhalb der Riede Hochrain geführt. Sie bezeugt jedoch Jahr für Jahr ihre Eigenständigkeit. Die kargen Paragneisverwitterungsböden bilden einen starken Kontrast zu den im Hochrain vorherrschenen tiefgründigeren, meist durch Löss beeinflussten, Böden.

Die geschichteten Sedimente, aus denen der Gneis geformt wurde, spiegeln sich in einer reichhaltigen mineralogischen Zusammensetzung und im Farbenspiel der Gesteinspakete wieder. Die Erscheinungsformen der Paragneise sind äußert vielfältig. Der geringe Kalkgehalt ist ausreichend, um dem Boden eine gute Struktur zu verleihen. Die zahlreichen Poren sind wichtig für eine gute Durchlüftung und sorgen bei Regen für eine rasche Wasseraufnahme. Durch die Steilheit der oberen Ralais unterliegt das Verwitterungsmaterial ständig der Erosion. Das Gestein ist deshalb im Vergleich zu weniger geneigten Lagen sehr kompakt.

Die Riede Kirchweg leitet sich vom Weg ab, welcher lange Zeit zur nächsten Kirche (Anm. in St. Michael) geführt hat. Der Riedenname zählt zu den ältesten in der Wachau, bereits 1256 wurde er schriftlich erwähnt. Im nördlicheren Teil der Lage herrscht Verwitterungsgestein des Hochrains (Ralais) vor, welcher als Schuttkegel eines kleinen Baches über die Zeit bis in diese Lage ausgetragen wurde. Die Weingärten des Kirchweg sind großteils von umgelagertem Löss geprägt. Hier ist der Grüne Veltliner zu Hause.

Am nördlichen Ende bei Wösendorf wurde früh festgestellt, dass auch der Riesling besonders gute Ergebnisse liefert. Dafür verantwortlich zeichnet sich ein kleiner Seitenbach, der während starker Regenfälle sandiges und grob-blockiges Bachgeschiebe aus Paragneis zu einem flachen Schwemmfächer anwachsen ließ.

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Im Gegensatz zur ruhig fließenden Donau sind die Sedimente der Wildbäche grobkörnig und unsortiert. Die Schotter sind lediglich kantengerundet und zeugen von einem sehr kurzen Transportweg. Auch im Vergleich zu den Terrassenlagen aus Paragneis sind die Böden des nördlichen Kirchweges sandiger und steiniger, dafür aber sehr tiefgründig.

"Ich keltere Weine mit Tiefgang & Geschichte..."

Rudi Schrey, Winzer